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«MKK: informica real invest AG»
Die Immobilienbranche genießt derzeit einen Ruf, der die ähnlich negativen Assoziationen der Finanzbranche hervorruft. War es doch gerade die Immobilienbranche, die die Annahme weiterer Wertsteigerungen ständig befeuerte und so den Anstoß zur Finanzkrise lieferte. Die Kreditabdeckung durch die immer steigenden Immobilienwerte schien die sicherste Sache der Welt zu sein, bis das Kartenhaus endgültig zusammenbrach. Dennoch lieferte die sich schnell aufblähende Immobilienblase nur den Stein des Anstoßes für die derzeit wütende Finanzkrise. Der so genannte freie Markt musste irgendwann die unter den Teppich gekehrten Risiken von immer innovativeren Produkten wieder ans Tageslicht bringen.
Dementsprechend hat auch der hiesige, stark segmentierte Immobilienmarkt mit der derzeitigen Situation zu kämpfen. Insbesondere das Bestreben der Unternehmen, den gesetzlichen Spielraum bei der Immobilienbewertung auszureizen, könnte sich derzeit als Bumerang erweisen. In diesem Jahr kann man schon mal davon ausgehen, dass einige Immobiliengesellschaften erhebliche ergebniswirksame Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden vornehmen müssen. Die konservative Bilanzierung, auch in guten Zeiten, zahlt sich also aus.
Der Wohn- und Gewerbeimmobilienhalter informica real invest AG (News/Aktienkurs) (WKN: 526620) hat in der Vergangenheit seine Aufgaben gut gemacht und kann mit einem derzeitigen Bewertungsfaktor von knapp 13 beruhigt in die Zukunft schauen. Dieser Bewertungsfaktor zieht einen Bilanzansatz der Bestandsimmobilien, der die Jahresnettomiete um das 13-Fache übersteigt. Damit weist das Unternehmen im ersten Quartal des Rumpfgeschäftsjahres 2008/2009 so gut wie keine Abschreibungen auf das vorhandene Immobilienvermögen auf. Auch sonst sind die ertrags- und substanzorientierten Kennzahlen nicht zu verachten. Insgesamt konnten Mieteinnahmen in Höhe von 1,2 Mio. Euro erzielt werden und unterm Strich verbleibt ein Periodenergebnis von 0,1 Mio. Euro. Dies kommt einer hohen Umsatzrendite von fast 10 % gleich. Die Eigenkapitalquote hat eine für Immobiliengesellschaften ungewöhnliche Höhe von über 42 %.
Das Geschäftsprofil des Unternehmens lässt auf weiteres Wachstum hoffen. Mit der Tochtergesellschaft informica REIT AG können REIT-fähige Gewerbeimmobilien vermietet und mit der informica Beteiligungs AG Steuerspareffekte bei der Vermietung von Wohnimmobilien erzielt werden. Eine weitere Tochtergesellschaft des Unternehmens, die Füwa Asset Management GmbH, fungiert dabei als Verwaltungsorgan zur Optimierung der Mietstrukturen und -verträge. Zusätzliches Ertragspotenzial ergibt sich aus Joint Ventures mit anderen Immobilienunternehmen sowie weiteren im Bau befindlichen Projekten.(Quelle: Falkentelegramm – Erscheinungstag: 02. Januar 2009)
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